Südsee-Viromaten

aus der Automaten Serie

 

Artivive Experimente

Konzeption und Umsetzung:

Angelina Dalinger & Ensemble des Theaterlabor INC.

Die App Artivive ist für Museen und Ausstellungsräume bzw. für 2D Objekte - sprich Bilder an der Wand - konzipiert. Wir haben erforscht, wie man sie auch im Außenraum für 3D Objekte benutzen kann. Das erfordert besondere Lichtverhältnisse und kontrastreiche Bilder. Dies wird nicht immer gegeben, sodass sie App recht langsam reagiert und nicht immer den verlinkten Ort erkennt. Wir haben uns auf beleuchtete öffentlich zugängliche Bereiche beschränkt, da hier die Nutzung am besten funktioniert. Es haben sich im Laufe des Prozesses Automaten und Schilder heraus kristallisiert, diese erfüllen zum einen die Bedingung der konstanten Beleuchtung und haben meist einen großen Kontrast und zum anderen stehen sie Symbolisch für die Themen, die uns in der Arbeit beschäftigen. Automaten stehen für die technischen Errungenschaften der Zivilisation und zeigen zugleich die Schwäche und Unvollkommenheit der Menschen auf. Zu funktionieren fällt den meisten Menschen gerade jetzt schwer, der Druck an Erwartungen steigt gleichzeitig. Schilder stehen für die vielen Regelwerke der modernen Gesellschaft und das Korsett in dem wir uns tagtäglich bewegen. Diese beiden Orte haben wir mit Menschen als Kontrast belebt.
 

 

Fenster zur Freiheit

Ein Blended Theater Experiment

momentan zu sehen im

Fenster des Theater Moller Haus Darmstadt

Sandstrasse 10 , 64293 Darmstadt

täglich ab 17:30  - 22:30 Uhr

 

Über die Aktivierung des QR Codes kann man die Performance mit Schauspielerin erleben.

Freiheit ist heute in Zeiten der Pandemie in aller Munde. Aber was bedeutet es frei zu sein? Wie frei sind wir eigentlich? Die Schauspielerin Nadja Soukup und die Videokünstlerin Angelina Dalinger beleuchten gemeinsam mit dem Regisseur Max Augenfeld  und dem Musiker Volker Kehl in Wort und Bild Facetten der Freiheit und regen zum nachdenken an: gibt es diese Freiheit überhaupt und, wenn ja, worin besteht sie und wo hat sie ihre Grenzen? Wortcluster von Schopenhauer, Nietzsche, Martin Luther King, der Bibel und dem Grundgesetz (Dramaturgie Max Augenfeld) werden live in einer Lesung mit einer Videoinstallation von Angelina Dalinger verbunden. Den Hintergrund bildet eine eigens dafür komponierte Soundcollage aus allen beim Lockdown nicht möglichen Erfahrungsräumen wie Cafetreiben, Stadionatmosphäre, Partygefühl, Theater etc. Komponiert und realisiert von Volker Kehl. 

Zur Überwindung des Zwischenraums zwischen Publikum und Akteurin wird Innen- und Aussenraum des digitalen Hauses benutzt – so wird der Zuschauer sowohl digital als auch im realen Erlebnis erreicht – blended Theater.

 
 

JakobsFische

Eine assoziative Annäherung

Der Roman „Die Freiheit der Fische“ von Sophie Reyer bietet den Ausgangspunkt für diese Performance. Jakob ist Autist, doch das Wort Autismus kennt man nicht in einem Bergbauerndorf in Tirol. So wächst Jakob in einer Gemeinschaft auf, die ihn und sein Verhalten nicht verstehen kann und es auch gar nicht versucht – bis er schließlich zum Aussteiger wird. Jakob ist randlos. Er nimmt alles in sich auf. Er versteht die Sprache der Fische und hört die Stimmen der Bäume, in der Welt erkennt er Strukturen und Zusammenhänge, die anderen verborgen bleiben. Doch mit der zwischenmenschlichen Kommunikation hat er Probleme.Sophie Reyers einfühlsame und bildhafte Sprache öffnet den Leserinnen und Lesern die faszinierende Welt Jakobs. Max Augenfeld (Regie), Johannes Christopher Maier (Schauspiel), Volker Kehl (live improvisierte Musik) l  und Nadja Soukup (Schauspiel) wagen es  sich improvisierend  Fragmenten dieses Textes assoziativ anzunähern. Die Performance entstand als Auftragsarbeit des  Literaturfestivals LOCKSTOFF in Wien.
 

Prison to go

 Botschaften aus dem Quarantäne Kerker

Eine künstlerische Reaktion auf den ersten Lockdown im März 2020 // Quarantäne. Weil in unserem Ensemble die Hälfte Menschen mit Beeinträchtigungen sind können wir noch weniger als andere zusammenkommen und werden auch länger in dieser Isolation bleiben müssen.Unsere Gedanken kreisen um die Erfindung einer Ästhetik der Distanz für die Zeit der abflauenden  Seuche, wenn vielleicht doch kein Impfstoff in naher Zukunft gefunden wird. Unser nächstes Projekt wird den Titel „IchIchIch“ tragen – wie wird das Konzept der Persönlichkeit durch die Erfahrung der Pandemie verändert werden? Wie verändert uns diese neue Form der Kommunikation, auf die wir jetzt zurückgeworfen sind? So entstand die Idee des „Prison to go“, das von einem Spieler zum nächsten wandert. Die dabei mit dem Selfiestik und den mitgelieferten Requisiten entstandenen Filme von jeweils 60 Sekunden werden zusammengeführt zu einem Film: Unser erstes Werk seit dem Shut Down.

Prison to go

 Botschaften aus dem Quarantäne Kerker

Eine künstlerische Reaktion auf den ersten Lockdown im März 2020 // Quarantäne. Weil in unserem Ensemble die Hälfte Menschen mit Beeinträchtigungen sind können wir noch weniger als andere zusammenkommen und werden auch länger in dieser Isolation bleiben müssen.Unsere Gedanken kreisen um die Erfindung einer Ästhetik der Distanz für die Zeit der abflauenden  Seuche, wenn vielleicht doch kein Impfstoff in naher Zukunft gefunden wird. Unser nächstes Projekt wird den Titel „IchIchIch“ tragen – wie wird das Konzept der Persönlichkeit durch die Erfahrung der Pandemie verändert werden? Wie verändert uns diese neue Form der Kommunikation, auf die wir jetzt zurückgeworfen sind? So entstand die Idee des „Prison to go“, das von einem Spieler zum nächsten wandert. Die dabei mit dem Selfiestik und den mitgelieferten Requisiten entstandenen Filme von jeweils 60 Sekunden werden zusammengeführt zu einem Film: Unser erstes Werk seit dem Shut Down.

 
 

DIS-TANZ

DIS-TANZ ist das große Thema, welches seit Monaten unfreiwillig unser Leben bestimmt und unser Miteinander im Alltag extrem verändert hat. Doch was bedeutet Tanzen mit Distanz?

DIS-TANZ halten - wie soll das auf der Bühne aussehen? Eine spannende Herausforderung, die gegebenen Umstände nicht ausschließlich als Einschränkung, sondern auch als Möglichkeit für eine neue ungewohnte Herangehensweise an eine Choreografie zu begreifen und kreativ umzusetzen. Zusammen mit dem Ensemble des Theaterlabor INC. habe ich mich auf dem Weg in den Wald gemacht. An zwei Orten, sind wir  auf die Suche nach einer individuellen Form gegangen, mit der aktuellen Situation umzugehen: Wie wirken sich Kontaktlosigkeit und Isolation auf Einzelne aus? Welche Träume, Hoffnungen und Sehnsüchte kommen zum Ausdruck? Wie manifestiert sich das Gefühl von Unsicherheit und Angst körperlich? Und wie sieht die tänzerische Auseinandersetzung mit realen und imaginären Grenzen auf. DIS-TANZ war eine Versuchsanordnung, die im Spannungsfeld von Stillstand und Rastlosigkeit mit dem steten Wechsel von Emotionen spielt. In der Vermessung formaler Möglichkeiten von Bewegung und dem Ausloten von Nähe und Ferne entstehen neue Perspektiven und andere Formen von Begegnung und Kommunikation – eine neue Realität.